Florentina Holzinger ist eine österreichische Choreografin und Performancekünstlerin. In ihren Arbeiten treffen physische Extremzustände auf theatralische Präzision – mit dem Ziel, die Grenzen dessen auszuloten, wozu Körper fähig sind. Ihre Praxis bewegt sich spartenübergreifend zwischen Tanz, Performance, Oper und Theater und setzt sich zugleich kritisch mit deren jeweiligen Traditionen auseinander. So bringt Holzinger institutionalisierte „Hochkultur“ mit pop- und gegenkulturellen Einflüssen in Kontakt und verschiebt die Grenzlinien zwischen Spektakel und Subversion. Gemeinsam mit einem Team, dessen Expertise aus unterschiedlichsten körperbasierten Praktiken und Performancegenres stammt, entwickelt sie Arbeiten, die mit Formen von Körpermodifikation experimentieren – als ein Zusammenspiel von Transformation und Illusion.
Holzingers Produktionen wurden mit dem Nestroy-Preis und dem Faust-Preis ausgezeichnet (TANZ 2020, Ophelia’s Got Talent 2023) und vier Mal in Folge zum Theatertreffen Berlin eingeladen (TANZ, Ophelia’s Got Talent, SANCTA, A Year without Summer). Neben ihren Bühnenstücken realisiert Holzinger die Études, eine fortlaufende Reihe ortsspezifischer, einmaliger Performances im öffentlichen Raum. Diese entstanden bisher in Kooperation mit Institutionen wie dem Schinkel Pavillon in Berlin, der Bergen Kunsthall, dem Atonal Festival und den Wiener Festwochen. Seit 2021 ist sie assoziierte Künstlerin an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin.